Es ist ein wenig verhext: Häufiger habe ich mitten am Tag eine Idee für einen neuen Blogeintrag. Meistens fällt mir irgendetwas komisches auf oder mir kommt ein älterer Gedanke in den Sinn, den ich schon immer einmal mit der Welt teilen wollte. Dann sitze ich in den kurzen Pausen der geistigen Ruhe auf meinem Stuhl und male mir vor meinem geistigen Auge ganz genau aus, wie ich den Blogeintrag am Abend in den Computer hacken will. Dabei bin ich in Gedanken ziemlich weit weg. Danach geht der Tag weiter und für den Blog habe ich keine Synapsen mehr frei. Abends will ich die tolle, kleine Geschichte wieder hervorkramen um sie Euch zu erzählen. Aber dann: Verdammt, ich kann mich nicht erinnern.

Klar hätte ich mein rotes Notizbuch dabei gehabt, hätte ich die Gedanken aufgeschrieben, könnte ich hier wesentlich öfter etwas schreiben. Aber darum geht es mir nicht. Ich finde es krank, dass man den Kopf so belasten kann, dass einem Gedanken, die einem soeben noch wichtig vorkamen, einen halben Tag später schon abhanden gekommen sind. Jetzt stelle ich mir die Frage: Ist mein Hirn einfach zu weich, sind mir diese Gedanken zu unwichtig oder werde wir einfach mit zu vielen Eindrücken beballert.

Fortschrittsskeptiker würden jetzt sofort aufschreien und auf das Letzte zeigen und dabei ein weiteres Mal ausdrücklich sagen, dass der Kapitalismus eigentlich an allem Schuld ist. Aber das ist mir zu einfach. Ich muss mich beobachten! Wenn ich eine Antwort auf die Frage habe, werde ich mich melden.

Herbstspaziergang

27. Oktober 2009

Draußen scheint die Sonne. Ich heize meine Wohnung, trinke einen schwarzen Tee, dazu gibt’s einen Knickjogurt, und ich schaue aus dem Fenster. Die Blätter der Bäume, deren Kronen zwei Meter vor meinen Fenstern enden, haben sich grün-gelb gefärbt. Manche sind auch schon gelb-grün. Wieder andere bereits komplett gelb, aber nicht quietsch gelb. Eher mit einem Schuss braun und viel dunkler, aber noch immer gelb. Sieht gut aus; fühlt sich gut an mit dem heißen Tee im Magen.

Da ich heute Nachmittag noch nix vorhabe, denke ich an einen Herbstspaziergang. Aber geht man allein, wird man das Gefühl, das man bei einem Herbstspaziergang sucht, wohl kaum finden. Es bedarf weiblicher Begleitung; Und da hätten wir auch schon das Problem identifiziert.

-> Handy gegriffen
-> Adressbuch durchgeschaut, dabei bemerkt, dass ich 70% der Einträge dort in die Tonne hauen kann (veraltet)
-> aber sonst – Fehlanzeige

-> Computeradressbuch (das vollere)
-> zweimal durchgeschaut, bei dem Lesen des ein oder anderen Eintrags kurz stehen geblieben, überlegt, weitergeklickt
-> Ende der Suche: nix gefunden

Kann das sein? Verdammt noch mal, ich bin Student um mit hübschen, intelligenten Mädchen im Herbst durch den Park zu gehen. Und ab diesem Moment ist es mal wieder um mich geschehen, ich fühle mich einsam. Nicht das klassische einsam sein. Es ist das ohne Freundin einsam sein. Versteht mich nicht falsch, mittlerweile komme ich mit dem Fakt keine Freundin zu haben gut zurecht, aber es gibt die Momente, wo es einen kalt erwischt. Also bleibt der Herbstspaziergang doch nur ein Tagtraum, bei dem man genau weiß, wenn man von ihm zurück kommt, ist man ein wenig geknickt.

Ein weiterer Blog.

20. Oktober 2009

Hello World,

der Klassiker der Informatik soll also auch diesen Blog eröffnen. Diesen, meinen dritten, Versuch einen vernünftigen Blog in den weiten des Netzes zu führen. Die beiden Vorgängermodelle wurden relativ schnell aufgrund von fehlenden Ideen fallen gelassen, was sicherlich auch daran lag, dass ich in diesen immer unter meinem Klarnamen schrieb, was dazu führte, dass ich keine wirklich interessanten Geschichten aus meinem Leben erzählen konnte, da ich immer Angst gehabt hätte, den entsprechenden Personen auf den Schlips zu treten. Schluss damit! Bitte versteht mich nicht falsch, ich will hier über niemanden herziehen und ihn auf primitive Art und Weise zurecht weisen. Ich will lediglich aus meinem Leben erzählen und in diesem tauchen, ihr ahnt es, auch andere Personen auf. Wie schnell jemand sich falsch verstanden fühlt, muss ich hier sicher nicht darlegen.

Schnell noch ein Satz zu mir: Ich studiere Wirtschaftsinformatik im ersten Semester. Das sollte für den Anfang reichen ;)

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.